Maha Zarkout: Zeit

In ihren weißen Bilderwelten philosophiert die Künstlerin Maha Zarkout über das Phänomen der Zeit. Sie geht dabei mit ihrem Werk an die Grenzen der Malerei und reduziert die Farbigkeit auf Nuancen von Weiß - gleich einer Fokussierung des farbigen Lichts auf ihren Wesenskern. Die Künstlerin überwindet die Schwelle zwischen Form und Zeit.

Maha Zarkout wurde in Beirut im Libanon geboren und lebt seit 1967 in Deutschland. Bei Anna-Lisa Nel (Städel) und in der Malschule Frankfurt absolvierte sie ihre Ausbildung in freier Malerei und Kunstgeschichte im Städel in Frankfurt am Main. Seit 1996 arbeitet sie als freie Künstlerin in Frankfurt.

Eine besondere Auswahl ihrer Arbeiten ist noch bis zum 09.05.2019 im moritzpunkt zu sehen. [mg]

Eröffnung: 29. Januar 2019, 19.30 Uhr moritzpunkt

Laufzeit: 30. Januar bis 9. Mai 2019

 

Maha Zarkout stellt im Moritzpunkt aus
von Christine Richter)

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft: Drei große Gemälde hängen an der Wand im Moritzpunkt. Sie sind denkbar schlicht – schlicht weiß. Erst wenn man sich Zeit nimmt, genauer hinschaut, erkennt man Nuancen, sieht man, dass da mehr ist.

Früher, erzählt die Künstlerin Maha Zarkout, habe sie viel mit Farben gearbeitet, dann, von einem Tag auf den anderen, nur noch mit Weiß. Warum, das kann sie selbst auch nicht erklären. Es sei einfach so gewesen. „Weiß ist Reinheit“, sagt sie noch.

In ihrer Ausstellung im Moritzpunkt philosophiert die Frankfurterin über die Zeit, ihr großes Thema. Bei den anderen Werken, die sie dort zeigt, hat sie dunkle und helle Schichten übereinander auf die Leinwand gebannt, und doch bleibt immer ein Stück der ersten Schicht sichtbar. „Wie im Leben“, sagt Maha Zarkout.


Bild: Christine Richter

Die Ausstellung "Zeit" vereint Arbeiten aus unterschiedlichen Schaffensphasen von Maha Zarkout. Sie ist Teil des kulturellen Programms zum Gründungsjubiläum der Moritzkirche und noch bis zum 9. Mai 2019 im Moritzpunkt zu sehen.

TV Interview im Magazin auf katholisch1.tv vom 03.02.2019

Artikel von Alois Knoller in: Augsburger-Allgemeine Zeitung

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